Erster Rottenburger Maskenabend der Narrenzunft Rottenburg e.V. Maskenabend

Rund 80 Interessierte folgten am Donnerstagabend, dem 17.11.2016, der Einladung der Narrenzunft zum ersten Rottenburger Maskenabend.

Masken von Kessler und Schneider

Maskenabend Ahlandmasken
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Maskenabend Ahlandmasken

Clemens Fuchs, der mit Wort und Bild durch den Abend führte, widmete diesen Abend den Masken von Valentin Kessler aus Hirrlingen und seinem Lehrmeister Heinrich Schneider aus Bad Niedernau.

Durch den vorangegangenen Aufruf von Clemens Fuchs, wer Masken von Kessler und Schneider besitzt, möge diese zum Maskenabend mitbringen, konnte eine große Anzahl von mehr als 40 Masken bewundert werden.

Zu Gast waren Waltraud und Walter Bodenmiller, Tochter und Schwiegersohn von Heinrich Schneider, die aus erster Hand von der Schnitzkunst des Bildhauers berichteten.

 

Sandsteinmaske am alten Jägerhaus

Maskenabend Hirrlinger Butz
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Maskenabend Hirrlinger Butz

Heinrich Schneider, der überwiegend religiöse Kunst und Grabstein-Arbeiten ausführte, wurde nach dem zweiten Weltkrieg damit beauftragt eine Ahlandmaske herzustellen.

Hierfür nahm Schneider eine Gipsübertragung des Reliefs der Sandsteinmaske am alten Jägerhaus in der Niedernauer Straße vor und arbeitete die Maske originalgetreu aus.

1951 begann Valentin Kessler im Alter von 17 Jahren seine Lehre bei Heinrich Schneider. Kessler selbst interessierte sich schon sehr früh für die Schnitzkunst und fertigte, im Alter von nur 12 Jahren, seine erste Larve an.

Maske von Valentin Kessler

Maskenabend Masken Übergabe
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Maskenabend Masken Übergabe

Beim Maskenabend konnten nicht nur die unterschiedlichsten Typen von Ahlandmasken betrachtet werden, sondern eine Vielzahl von Masken die von den Bad Niedernauer Stoagrättle, der Rottenburger Stadthexe, der original Hirrlinger Schlosshexen bis hin zu Larven der Schlehengeister aus Weil der Stadt oder des Butzen der Heimatzunft Hirrlingen reichte.

Den Gästen, die unter anderem aus Weil der Stadt und dem Schwarzwald angereist waren, präsentierte sich eine Vielzahl von Unikaten, die zur Zeit der zunehmenden Kopierfräserei, das Kunstwerk der Maskenschnitzerei hervorhebt.

Besonders freute sich Clemens Fuchs über eine Maske von Valentin Kessler aus dem Jahr 1955, welche Tilo Weingärtner dem Zunftarchiv überlies.